Lena-Christin Conradi ist seit September 2024 Leitende Oberärztin und Stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen. Zuvor war sie dort als Geschäftsführende Oberärztin sowie als Oberärztin tätig. 2024 erhielt sie die Anerkennung als Fachärztin für Spezielle Viszeralchirurgie. Ihre klinischen Schwerpunkte liegen insbesondere in der Viszeral- und Tumorchirurgie.
Die wissenschaftliche Laufbahn von Conradi ist geprägt von internationaler Forschungserfahrung und hoher akademischer Sichtbarkeit. Nach ihrer medizinischen Promotion an der Universitätsmedizin Göttingen im Jahr 2010 absolvierte Conradi einen mehrjährigen Postdoc-Aufenthalt an der KU Leuven in Belgien, wo sie 2018 ihren PhD abschloss. 2019 habilitierte sie im Fach Viszeralchirurgie. Seitdem ist sie Principal Investigator in einer DFG-Forschergruppe zum Pankreaskarzinom und leitet eine eigene wissenschaftliche Arbeitsgruppe.
Für ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde Conradi mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie 2024 den Rising Star Award der United European Gastroenterology sowie den Von-Langenbeck-Preis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Weitere Preise und Stipendien unterstreichen ihre wissenschaftliche Exzellenz.
Neben ihrer klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert sich Conradi seit vielen Jahren in der universitären Lehre, betreut Promotionsprojekte und ist als Gutachterin für internationale Fachjournale und Gremien tätig. Sie ist Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften und seit 2023 Vorstandsmitglied der Assoziation Chirurgische Onkologie.
«Wir freuen uns sehr, die international vernetzte und wissenschaftlich hervorragend ausgewiesene Chirurgin Lena-Christin Conradi für diese Schlüsselposition gewinnen zu können», sagt Prof. Dr. med. Martin Fiedler, Ärztlicher Direktor der Insel Gruppe. «Mit ihrer klinischen und wissenschaftlichen Expertise wird sie die Weiterentwicklung der viszeralen und transplantationschirurgischen Versorgung sowie der klinischen und translationalen Forschung am Inselspital massgeblich prägen.»

